Klassische Homöopathie

Dr. Samuel Hahnemann entdeckte vor zweihundert Jahren diese Behandlungsmethode. Er nannte sie Homöopathie, was sich ableitet von den altgriechischen Wörtern homoidos = ähnliches,  pathos = Leiden.

Die Homöopathie ist eine eigenständige, in sich geschlossene Heilmethode, bei der nach feststehenden Regeln die Arzneimittel zur Behandlung angewendet werden. Diese individuelle Behandlungsmethode hat sich bis heute in der täglichen Praxis bewährt.

Viele berühmte Personen vertrauten bisher auf die Heilkraft dieser Methode z.B. Beethoven, Goethe, Radetzky, Paganini. Königin Olga von Württemberg und die Queen von Großbritannien.
Sie trugen mit ihrem gesellschaftlichen Prestige zur Anerkennung der neuen Heilkunde bei.


ÜBER 200 JAHRE ERFAHRUNG
Zweihundert Jahre klinische Erfahrung,
weltweite erfolgreiche homöopathische Behandlungen schwerster Epidemien,
viele Statistiken, amtliche Meldungen und Berichte, all dies belegt die
hilfreiche Wirkung der Homöopathie als Therapiemethode.

Gesetz des SIMILE oder das Ähnlichkeitsprinzips

Die wichtigste Regel in der Klassichen Homöopathie ist das SIMILE. Das Prinzip „Similia  similibus curentur“,  „Ähnliches wird mit Ähnlichem geheilt“ besagt, daß ein homöopathisches Mittel nur Kraft hat diejenigen Symptome zu heilen, die es während der Arzneimittelprüfung am gesunden Menschen (keine Tierversuche) auf der körperlichen, geistigen und seelischen Ebene hervorgebracht hat.

Da jede Erkrankung individuelle Symptome der Linderung oder Verschlechterung aufweisen, wird das jeweils ähnlichste Mittel, „das Simile“, die Lebenskraft des Menschen soweit aktivieren, dass die Krankheit heilt bzw. gelindert wird.

Das Miasma

In der Homöopathie wird der Begriff „Miasma“ verwendet. „Miasma“(griech.) bedeutet Besudelung, Verunreinigung, giftig, ansteckend.
Das Wort steht für die ererbte Neigung an bestimmten Krankheiten zu erkranken, aber auch für den Einfluß infektiöser und erblicher Ursachen auf das Krankheitsgeschehen.
Dr.S.Hahnemann fand drei große Kategorien von Miasmen entsprechend der verschiedenen Typen von Menschen und Krankheitsarten.

Dr.P.Vijajakar erkannte eine Entsprechung der Miasmen mit den drei Zellabwehrfunktionen (Aktivitätserhöhung & Entzündung, Wachstum & Chronizität, Abbau & Zerstörung).

Die Einbeziehung dieser erblichen Ursachen in die homöopathische Analyse kann bei dem Prozeß der Arzneimittelwahl eine wichtige Rolle spielen, vor allem wenn während der Behandlung von chronischen Erkrankungen der Heilungsverlauf irgendwann stoppt oder eine Behinderung von Geburt an besteht. Diese „genetische Anlage“ kann homöopathisch behandelt werden. Sie wird jedoch nicht gelöscht, weil sie im Erbgut verankert ist. Die homöopathischen Arzneimittel können sie aber „beruhigen“.

Erklären kann man dieses Phänomen wahrscheinlich durch die „Epigenetik“.

Ganzheitliche und individuelle Behandlung

Der Homöopath sieht die Krankheit nicht als isolierte Erkrankung des Körpers, er sieht sie als Störung der ganzen Einheit des Systems von Körper, Psyche und Geist. Schon Pasteur hat in seinen späten Schriften bekannt: „nicht der Erreger, sondern das Terrain ist dafür verantwortlich, ob eine Krankheit ausbricht oder nicht“.

Der mögliche Auslöser für die Erkrankung muß betrachtet werden, auch der Charakter und das Naturell des Patienten. Besonders die individuelle Ausprägung, wodurch ein Zustand verschlechtert oder gebessert wird, führt den Behandler zum passenden Arzneimittel, das den Mensch in seiner Gesamtheit unterstützt.

So können zwei Patienten, die an ein- und der derselben Krankheit leiden, ganz unterschiedliche Mittel brauchen.

zum Erstgespräch in der homöopathischen Behandlung

Prophylaxe mit Homöopathie

Neben Hygiene, gesunder Ernährung und Lebensweise kann das homöopathische Konstitutionsmittel unser Immunsystem stärken. Fieber sollten wir schätzen und nicht unterdrücken, da es sich um eine körpereigene Abwehrreaktion handelt. Aus der Geschichte wissen wir, dass Hahnemann  auch Mittel zur Prophylaxe gegeben hat:

  • 1x tgl. für 3 Tage, wenn jemand in der Familie krank ist  (Hahnemann 1799, 1838 Scharlach)
  • alle 72 Std.1x wiederh., wenn jemand in der Familie krank ist (Hahnemann 1799, Scharlach)
  • C30-1x/Wo. als Prophylaxe (Hahnemann 1831, Cholera)
  • C200-1x alle 2Wo.als generelle Prophylaxe, wenn im weiteren Umfeld viele Kranke sind (Indien 1991, Encephalitis)
  • C30 täglich1x  für 7 Tage einnehmen, wenn eine sehr große Ansteckungsgefahr besteht und danach nur noch 2x pro Woche
  • C30 täglich1x  für 3 Tage einnehmen, danach nur noch 1x pro Monat
  • Erfahrungen nach half das Epidemiemittel nicht nur prophylaktisch und Akut, sondern heilte auch die späteren Folgen einer solchen epidemischen Erkrankung. (laut Dr.Grauvogel 1850 bei der Masern-Epidemie  und laut Dr.Franz Swoboda, Wien, 2005 bei der Grippe-Epidemie)  (Quelle: Similia Nr.92 „Epidemien“)

 

Das prophylaktische Mittel richtet sich nach den Symptomen der Krankheit und nicht nach dem Namen der Krankheit!!!
Erst wenn die Erregerseite so stark ist, dass sie die individuelle Reaktionsweise quasi auslöscht, weil sie diese überwiegt, brauchen wir ein Epidemiemittel.

 

Homöopathie bei Epidemien - staatliche Anerkennung der Homöopathie

HAHNEMANNS GROßE HEILERFOLGE BEI EPIDEMIEN:

Dr.S.Hahnemann und seine homöopathischen Kollegen erzielten große Erfolge mit der homöopathischen Behandlung bei folgenden Epidemien:

1799: Erfolg bei der Scharlach-Epidemie in Königslutter sowie bei deren Prophylaxe.

Quelle: 

  • A.Stefanovic – „Das kann die Homöopathie“, Herbolzheim 2014, S.126

 

1813: Während der Thyphus-Epidemie behandelte Hahnemann viele Erkrankte und berichtete, dass von 183 homöopathisch Behandelten ein Kranker starb. Sonst lag die Todesrate für Typhus bei 50 %.

 

1831: Bei der Cholera-Epidemie haben Hahnemanns Veröffentlichungen zu Campher als Heilmittel bei Cholera  vielen anderen homöopathischen Ärzten gleichermaßen zum Erfolg bei der Behandlung dieser Epidemie verholfen.

Quelle:

  • A.Stefanovic – „Das kann die Homöopathie“, Herbolzheim 2014, S.126
  • „Die Homöopathie 1796-1996, eine Heilkunde und ihre Geschichte“, von S.Heinze für das Deutsche Hygiene-Museum Dresden, Edition Lit.europe 1996, S.41-43

 

 

STAATLICHE ANERKENUNG DER HOMÖOPATHIE:

1838: Die Preußische Regierung gibt die Anweisung zum Einsatz der Homöopathie
Wegen der großen Erfolge der Homöopathie bei der Scharlachepidemie forderte die preußische Regierung die Ärzte auf das homöopathische Arzneimittel "Belladonna" anzuwenden.

Quelle:

  • zitiert nach Seiler „Die Entwicklung von Samuel Hahnemanns ärztlicher Praxis“
  • Dr. Anton Rohrer www.hahnemann.at/doc/documenta2008.pdf           
  • R.Haehl – „Samuel Hahnemann - sein Leben und Schaffen“, Leipzig 1922
  • A.Stefanovic – „Das kann die Homöopathie“, Herbolzheim 2014, S.126

 

1837:  In Österreich wird das Verbot der Homöopathie wieder aufgehoben
Auf Grund der Heilerfolge bei der Cholera-Behandlung wurde mit Entschließung vom 6. Februar 1837 das Verbot der Homöopathie durch Kaiser Ferdinand I. (1793-1875) wieder aufgehoben.
Zu der Zeit war es in Österreich-Ungarn Mode, dass Adlige homöopathische Ärzte einstellten, die gute Erfolge bei Cholera erzielten. Überlieferte Daten dieser Ärzte zeigten, dass ungarische und Wiener Ärzte 92 Prozent der homöopathisch behandelten Cholerakranken geheilt haben. Im Vergleich dazu liegt nach schulmedizinischer Erkenntnis die Spontanheilung bei Cholera bei 50%. Die homöopathischen Ärzte mussten die Ergebnisse ihrer Therapie durch Unterschriften der Patienten und Priester bestätigen lassen.
Die einflussreiche Persönlichkeit der österreichischen Monarchie, der Hofprediger des Wiener Stephansdoms Pater Johann Emanuel Veith, hatte selbst 125 Cholerakranke erfolgreich homöopathisch behandelt. In seinen Predigten machte er Druck auf den Adel und Minister und pries die Homöopathie als Retterin vor der Seuche.
In der Folge wurde die Homöopathie durch Kaiser Ferdinand I. als Therapie staatlich anerkannt.

 

1973:  Die indische Regierung anerkennt die Homöopathie als gleichberechtigt neben der Schulmedizin nachdem die Homöopathie in der vorangegangenen Cholera-Epidemie 1972 in Kalkutta sehr erfolgreich gewesen war.

 

1991: Erfolg der Homöopathie bei der Japan-Encephalitis – Epidemie in Indien
Zuerst wurde von den homöopathischen Ärzten das epidemische Mittel gesucht. Dazu wurden die Symptome von 32 hospitalisierten Encephalitispatienten studiert.
Das gefundene Mittel war Belladonna, das dann in der C 200 als Mittel zur Prävention an 322.812 Personen, die in diesen Epidemiegebieten in 96 Dörfern leben, verteilt wurde. Von diesen über 300.000 Menschen konnten 39.250 Personen später nachkontrolliert werden und keiner zeigte irgendwelche Anzeichen der Erkrankung. Mit diesem Vorgehen konnte die Epidemie zum Stillstand gebracht werden, was auch von der indischen Regierung als Erfolg anerkannt wurde.

Quelle:

 

2007: Der Bildungsgang Homöopath hfnh der höheren Fachschule SHI wird vom Regierungsrat des schweizer Kantons Zug  am 11.9.2007  staatlich anerkannt. Die höhere Fachschule SHI steht unter der Leitung des Homöopathen Dr. M.S. Jus.

Quelle: : 

  • „Similia“-Zeitschrift für Klassische Homöopathie Heft 3 2007 - Nr.63, S. 41

 

2019: Prinz Charles übernimmt die Schirmherrschaft der britischen Faculty of Homoeopathy.
Die Queen von England und ihre Familie vertrauen bis heute auf die Heilkraft der Homöopathie.

Quelle:

Literatur / Videos zu Homöopathie

VIDEOS/Berichte mit homöopathischen Erfahrungsberichten:

 

ANTWORTEN zu häufigen Kommentaren/Fragen:

 

 

LITERATUR ZU HOMÖOPATHIE

„Die Reise einer Krankheit“ von Dr.M.S.Jus
Das Konzept von Heilung und Unterdrückung, und die Bedeutung von Krankheitssymptomen durch die Betrachtung der Miasmen. ISBN 3-960407-03-9, Narayana Verlag

„Die Medizin der Zukunft“ von Georghe Vitoulkas
Das Konzept von Heilung und Unterdrückung, und die Bedeutung von Krankheitssymptomen. Die Wirkungsweise der Homöopathie nach den neuesten Forschungsergebnissen der Physik. Narayana Verlag

„Warum so krank?“ von Dr. A.Voegel
Erfahrungen und Erkenntnisse aus 55 Jahren ärztlicher Praxis. Dabei geht er auch auf die Bedeutung von Krankheitssymptomen und den Erfahrungen von Unterdrückung ein. ISBN 3-9802838-1-X, Verlag Roland Schindler Konstanz

„Das kann die Homöopathie“ von Aleksandar Stefanovic
Die Grundlagen der Homöopathie mit vielen Fallbeispielen aus der Praxis ergänzt. Homöopathie und Allopathie : Wer macht eigentlich was? Mit eindeutigen wissenschaftlichen Belegen für die Wirksamkeit der Homöopathie, mit erstaunlichen Heilungen, - wenn die Schulmedizin nicht weiter weiß.
ISBN 978-3-930256-65-5, Similimum Verlag